3. B 22

Mein neuester Versuch im Brettchenweben: Broschierung von B 22 mit Seidengarn und Metallicfaden (mangels Lahn). Das Band ist nur 0,7 cm breit statt 0,9 - 1,0 cm, weil das Garn nicht mehr für die Randbrettchen gereicht hat, deswegen sieht es am Rand auch etwas unordentlich aus.

2. Broschierung

Heute habe ich mich entschlossen mal das Broschieren auszuprobieren.

An sich ist das ganz einfach, wenn auch zeitaufwendig, aber anders wars bei der Snartemo-Borte auch nicht.

 

Also:

Zum Muster erstellen Gtt, Excel oder schlicht und einfach ein kariertes Blatt Papier. Nehmen wir als Beispiel die Birka Borte B21. Diese hat 17 Brettchen, je alle Fäden in derselben Farbe.

Abwechselnde S- und Z-Schärung sieht am Besten aus (also S, Z, S, Z...).

Dann braucht man 2 Schussfäden. Einen nicht sichtbaren und den Broschierfaden, der das Muster sichtbar macht. Im Original war dieser i.d.R. aus Gold- oder Silberfäden. Es gibt aber auch Muster aus bunter Broschierung.

 

Ganz Wichtig:

Wie ich jetzt selbst festgestellt habe, so wenig Spannung wie möglich und als nicht sichtbaren Schussfaden ruhig Nähmaschinengarn hernehmen, denn je dünner, desto besser. Das hat den Grund, dass man das Gewebe so fest wie nur möglich zusammenklopfen muss, da der Broschierfaden sonst von Reihe zu Reihe einen zu großen Abstand hat und man das Muster nicht erkennen würde.

Am Besten übrekreuzen sich die Schussfäden, also einer von links nach rechts und der andere von rechts nach links durch das Fach; auf jeder Seite schaut einer heraus.

 

Zur Praxis:

Man sucht sich die Brettchen heraus, die quasi das Muster bilden und macht so 2 Päckchen. Die Musterbrettchen drückt man nach unten und in das neu gebildete Fach kann man zur Hilfe ein Hölzchen zurchschieben. Durch dieses neue Fach wird der Broschierfaden geführt (das Muster wird also sichtbar, weil der Broschierfaden über die Brettchenfäden geführt wird). Dann (Hölzchen weg) Brettchen wieder zusammenschieben und durch das normale Fach den nicht sichtbaren Schussfaden führen. Brettchen drehen (in dieselbe Richtung, bei zu starker Verzwirnung einfach Richtung wechseln). Und nun ganz fest klopfen, am Besten zwischendurch auch mal.

 

 

 


 

Weitere Tips/Erfahrungen und Bilder folgen

1. Snartemo-Borte

Mein letztes Projekt im Brettchenweben war die Snartemo-Borte.Den Webbrief habe ich von Flinkhand.de (flinkhand.de).

Den ganzen Brettchenklumpen hatte ich in 6 Packen aufgeteilt, weil es sich sonst nicht mehr drehen lies, außerdem war es dadurch um einiges übersichtlicher.

 

Nach einigen Anfangsschwierigkeiten, wie vertauschen Fäden, etc. hat es dann doch so funktioniert wie es sollte.

 

 

Zur Fehlerbehebung bei verdrehten Brettchen ist mir eine genial einfache Idee gekommen:

Ich habe mir ein quadratisches Pappbrettchen ausgeschnitten, in die vier Ecken einfach je einen Punkt in der Farbe des jeweiligen Fadens gemalt und geh dann einfach die gesamten Drehungen des Brettchens durch. Funktioniert bestens!

 

Vermurkster Anfang

Mittlerweile ist die Borte fertig, nach einer Eingewöhnungsphase lief das ganze dann auch wie geschmiert. Ganz wichtiger Tip: Auf dem Webbrief immer brav markieren wo man grade ist!

Hier endlich mal ein Bild von der kompletten Borte in Aktion: